Zen: (k)eine Religion
Zen ist eine fundierte buddhistische Praxis, ein Übungsweg, der zum vollkommenen Erwachen des Geistes (Erleuchtung) führt.
Zen ist eine Religion, eine Schule des Mahâyâna-Buddhismus, die im China des 6. und 7. Jh. entstand. Die Lehren und Praktiken den Zen sind darauf gerichtet, zur Selbst-Wesensschau (Kenshô, Satori) und schließlich zum vollen Erwachen (Erleuchtung) hinzuführen, wie es Shâkyamuni Buddha nach intensiver meditativer Selbstschulung unter dem Bodhi-Baum erlebte.
Zen ist keine Religion, sondern die nicht definierbare, nicht vermittelbare, von jedem einzelnen für sich selbst erfahrbare Wurzel – frei von jeglichen Namen, Bezeichnungen und Begriffen –, aus der als Ausdrucksform dieser Erfahrung alle Religionen erst entspringen. In diesem Sinne ist Zen an keine religiöse Tradition, auch nicht an die buddhistische, gebunden. Es ist die von den großen Weisen, Heiligen und Religionsstiftern aller Zeiten und Kulturen erfahrene und mit den verschiedensten Namen bezeichnete "Ur-Vollkommenheit" alles Seienden.
Buddhistische Zen-Praxis blickt auf eine jahrhundertelange Tradition zurück und wird heute nach wie vor in dieser Ausrichtung praktiziert.
Zen-Training hat in unserer Zeit auch Einzug gehalten in verschiedene andere spirituelle Traditionen.
Außerdem nutzen viele Menschen die Zen-Übung unabhängig von jeder weltanschaulichen Einstellung schlicht um innerlich zur Ruhe zu kommen.
Mögen alle Wesen Befreiung finden! |